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Bergsteiger und Unternehmer Max Eiselin verstorben

Mit Max Eiselin verliert die Schweiz einen der bedeutendsten Alpinpioniere ihrer Geschichte. Der in Kriens geborene Bergsteiger, Expeditionsleiter und Unternehmer ist am 9. Juli 2026 im Alter von 94 Jahren verstorben. Die Stadt Kriens blickt auf das aussergewöhnliche Wirken des Alpinpioniers zurück.

Max Eiselin schrieb 1960 Alpingeschichte: Unter seiner Leitung gelang die Erstbesteigung des Dhaulagiri in Nepal (8'167 Meter), des damals letzten unbestiegenen Achttausenders. Mit aussergewöhnlichem Organisationstalent, Mut und Innovationsgeist führte er die Schweizer Himalaya-Expedition zum Erfolg. Weltweit Beachtung fand dabei auch der erstmalige Einsatz eines Flugzeugs für Materialtransporte im Hochgebirge – ein Meilenstein in der Geschichte des Expeditionsbergsteigens.

Neben seinen alpinistischen Erfolgen prägte Max Eiselin auch den Bergsport in der Schweiz als Unternehmer. Schon früh erkannte Max Eiselin das Potenzial moderner Bergsportausrüstung. Bereits 1954 begann er im Elternhaus in Kriens mit dem Verkauf von damals in der Schweiz kaum erhältlichen Produkten wie Nylonseilen und Steigeisen. Vier Jahre später eröffnete er an der Obergrundstrasse in Luzern die erste Filiale von Eiselin Sport und machte moderne Bergsportausrüstung für eine breite Bevölkerung zugänglich.

Bleibendes Vermächtnis
Nicht nur seine Leidenschaft für die Berge und sein unternehmerischer Pioniergeist hinterlassen bleibende Spuren: Als in Kriens geborene Persönlichkeit hat Max Eiselin die Geschichte des Schweizer Alpinismus entscheidend mitgeprägt. Er selbst fand weit über die Landesgrenzen hinaus Anerkennung. Der Stadtrat würdigt den Verstorbenen und spricht der Familie sein Beileid aus: «Max Eiselin war ein Pionier, der mit Mut, Weitsicht und aussergewöhnlicher Tatkraft Geschichte geschrieben hat. Seine Leistungen haben Generationen von Bergsteigerinnen und Bergsteigern inspiriert und geniessen bis heute internationale Anerkennung. Der Stadtrat Kriens spricht der Familie und den Angehörigen sein aufrichtiges Beileid aus.» 

In seiner Todesanzeige dankt er denjenigen Menschen, die ihn auf seiner «langen Wanderung» begleitet haben.