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Einwohnerrat vom Mehrnutzen der Zentrums-Projekte überzeugt

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Der Krienser Einwohnerrat sprach einen Zusatzkredit von 3.55 Mio. Franken für die Zentrumsprojekte. Das Parlament äusserte sich zwar kritisch, weil es mit vollendeten Tatsachen konfrontiert worden sei. Gleichzeitig zeigte er sich aber auch verständnisvoll. Die Abweichung von 5 % sei vertretbar. Umso mehr, als die Mehrausgaben zu einem grossen Teil auf Projektoptimierungen mit einem klaren Mehrnutzen zurückzuführen seien.

Das Parlament folgte mit seinem klaren Entscheid dem Gemeinderat, der die Mehrkosten nicht nur in die Relation zum Gesamtprojekt (Abweichung von 5%) stellte (der detaillierte Bericht zum Zusatzkredit). Er zeigte auch detailliert auf, wie diese entstanden sind. Zum einen seien sie auf Überraschungen in der Ausführung zurückzuführen. Diese seien gerade bei Altbau-Sanierungen wie dem Jugend- und Kulturzentrum Schappe nie auszuschliessen. Zum anderen seien es Veränderungen von Bedürfnissen und Optimierungen am Projekt, die erst in der Umsetzungsplanung erkannt worden seien. Gerade dies würdigte der Einwohnerrat, weil in der Projektabwicklung offensichtlich darauf geachtet werde, mit den Zentrumsprojekten einen Mehrnutzen zu erreichen. Dies sei der Fall, wenn etwa die ursprünglich vorgesehene Schallisolation im Kulturzentrum verbessert werde, um die verschiedenen Räume noch vielseitiger nutzen zu können. Solche Beispiele führte der Gemeinderat in seinem Bericht verschiedene an. Es seien nicht Planungsfehler, sondern Projektoptimierungen, die jetzt zu den zusätzlichen Kosten führten, gleichzeitig aber auch einen Mehrwert schafften.

Das leuchtete der grossen Mehrheit des Parlamentes ein. Der Zusatzkredit wurde denn auch gutgeheissen. Aus verschiedenen Voten war herauszuhören, dass die Vorfreude auf die Projekte gross ist. Dazu erkannte das Parlament auch, dass im Bereich des Controllings durchaus zuverlässig gearbeitet werde. So etwa dürfte der Bau des Feuerwehr- und Werkhofgebäudes unter Budget abschliessen.

Kritische Töne zum Kredit gab es insbesondere von Seiten der SVP-Fraktion. Diese lehnte den Zusatzkredit ab. Der Rest des Parlamentes stimmte aber zu – wobei sich verschiedene Voten auch um die Frage drehten, warum der Einwohnerrat quasi vor vollendete Tatsache gestellt würde. Die Argumente und Erklärungen des Gemeinderates aber überzeugten die Mehrheit.

Mit dem Geschäft beantwortete der Gemeinderat auch zwei Vorstösse. Er zeigte in der Beantwortung einer Interpellation von Beat Tanner (FDP) auf, dass er die finanzpolitischen Auswirkungen des Zusatzkredites in seine langfristige Finanzplanung werde einfliessen lassen. Eine dringliche Interpellation von Cla Büchi stellte zudem Fragen zur Beschattung des Schappe-Innenhofes und zur «Möblierung». Er bezog sich dabei auf Visualisierungen aus der Planungszeit rund um die Zentrums-Abstimmung vor 4 Jahren. Der Gemeinderat zeigte auf, dass sich die damals gezeigten Schattensegel als zu grosse Einschränkung für die Nutzung des Innenhofes erwiesen. Sie seien deshalb im Moment weggelassen worden. Es würden Bodenhülsen erstellt, um dereinst einmal Sonnenschirme stellen zu können. Aber auch eine grossflächigere Beschattung könne zu einem späteren Zeitpunkt noch installiert werden. Die Vorkehrungen dazu seien getroffen worden.

Das gesamte Kurzprotokoll der Sitzung